Eishockey WM in Köln

Drei Wochen im Mai findet die Eishockey Weltmeisterschaft in Köln statt. Nachdem ich zunächst zweimal zwei russische Gäste in meiner Wohnung hatte, ist heute ein Finne eingezogen. Morgen spielt dann im ersten Viertel Finale in der Lanxess Arena Kanada gegen Finnland, und deswegen ist er heute aus Hamburg angereist.
Das ist mal wieder eine völlig neue Art von Gastgeben. Die meisten Gäste buchen nach wie vor über Airbnb, aber auch Homestay und Wimdu sind nach wie vor gute Vermittler für Gäste in meiner Wohnung.

Kontaktlos bezahlt

Seit ein paar Wochen besitze ich endlich eine VISA-Karte zum kontaktlosen Bezahlen. Beim ersten Versuch, diese einzusetzen, hat das noch nicht geklappt, weil sie erst noch aktiviert werden mußte. Auch beim zweiten Versuch klappte es nicht wirklich, weil der Verkäufer das System noch nicht kannte und mich auf dem Beleg unterschreiben ließ, obwohl das bei einem Betrag unter 50€ eigentlich nicht mehr nötig wäre.

Aber heute hat es endlich geklappt. Bei Netto in Köln-Nippes habe ich erstmals meine Lebensmittel kontaktlos mit meiner VISA-Karte bezahlt, ohne PIN und ohne Unterschrift. Einfach Karte dranhalten, fertig.

Nafri

Ich tippe mal, Nafri wird in Deutschland zum Unwort des Jahres 2017 gewählt werden. Obwohl das Jahr erst knapp 4 Tage alt ist.

Ich finde diese Nafris so was von bescheuert. Sie wußten genau, daß die ganze Welt an Silvester auf den Kölner Hauptbahnhof schauen würde. Wegen dem, was vor einem Jahr hier passierte. Wieso kommen sie trotzdem in einer großen Gruppe nach Köln? Wieso bleiben sie an Silvester nicht einfach zu Hause und spielen Skat oder Doppelkopf?

Hauptbahnhof Koeln – Empfangshalle bei Nacht

Als Pfarrer in der Nathanaelkirche

Gestern hatte ich Dienst in unserer Kirchengemeinde. Normalerweise ist das nur ein Hilfsdienst, also Besucher begrüßen und verabschieden, und im Gottesdienst einen Text aus der Bibel und ein paar Abkündigungen lesen, und das war’s dann auch schon fast. Geld zählen noch und einen Kaffee trinken zum Schluß.

Nathanael

Gestern war alles anders. Der Pfarrer ist nicht erschienen, und, schlimmer noch, er war nicht nur krank, sondern hatte auch noch verschlafen, daher hatte er keinen Ersatz organisiert. Daher habe ich gestern – mit Hilfe einer Presbyterkollegin, ohne die ich das nicht geschafft hätte – den Gottesdienst fast alleine geschmissen. Also die ganze Liturgie durchgehen, alles komplett leiten, lesen, organisieren und den Segen sprechen. Es waren nur etwa 25 Besucher da, und viele davon haben uns danach dafür gelobt. Mangels Vorbereitungszeit und aufgrund diverser kleiner Pannen mußte die Predigt leider ausfallen, aber ansonsten haben wir das ganz gut über die Bühne gebracht.

Elon Musk

elonmusk

Dieser Mann ist ein Phänomen. Ich verstehe zwar nicht, was man an ihm finden kann; die meisten seiner Ideen finde ich schlicht durchgedreht, elitär, und an den Bedürfnissen der „normalen Menschen“ vorbei.

Aber ein Visionär ist er dennoch. Viele Menschen kennen und lieben seine Produkte, allen voran der Tesla. Ist er der neue Thomas J. Watson oder Steve Jobs? Was macht Elon Musk für viele so attraktiv?

Dumm wie Brot

Lese gerade in der Zeitung, daß diese Schule in Haltern am See, von denen 16 Schüler und zwei Lehrer letztes Jahr beim Absturz der Germanwings-Maschine getötet wurden, dieses Jahr schon wieder Schüler zum Austausch nach Barcelona schickt, und sie fliegen wieder mit Germanwings. Manche Leute sind dumm wie Brot. Die lernen nichts aus ihren Fehlern.

Wenn mein Sohn an dieser Schule wäre, würde ich den Schuldirektor Ulrich Wessel verklagen. Es gibt gute Bahnverbindungen nach Barcelona. Nichts, aber auch gar nichts spricht dafür, schon wieder zu fliegen, noch dazu mit Germanwings.

Hier einige Gedanken zum Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März 2015

Wechsel des Mobilfunkanbieters

Ich war gewarnt, und ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet. Und es kam schlimmer.

Nachdem ich vor etwa zwei Wochen einen Vertrag mit 1&1 abgeschlossen hatte, um künftig endlich den Einzelverbindungsnachweis für die von mir geführten Gespräche zu erhalten, und außerdem etwas Geld zu sparen beim mobil telefonieren, wurde meine Rufnummer heute von 1&1 übernommen. Ohne, daß ich eine SIM-Karte von denen erhalten habe.

Telefon kaputt

In der Folge

– bin ich jetzt nicht mehr unter meiner seit 15 Jahren bekannten Nummer mobil zu erreichen, stattdessen unter der Ersatznummer 0151 15909561. Eine Rufumleitung von der alten auf die neue Nummer lehnt 1&1 ab.

– kann ich jetzt zwar WhatsApp noch nutzen, aber nur sehr eingeschränkt

– kann ich kein Online-Banking mehr machen und alle anderen Dienste, bei denen man eine SMS zur Bestätigung erhält

– erhalte ich keine SMS mehr von Freunden

– erhalte ich keine SMS mehr mit Bestätigung beim CarSharing-Auto buchen

– erhalte ich auch keine Zimmerbuchungen mehr per SMS. Das kostet mich vielleicht richtig viel Geld an entgangenen Einnahmen.

Ich habe in den letzten Tagen viele, viele Stunden am Telefon mit der Kundenhotline von 1&1, der Kundenhotline der Deutschen Telekom und im Gespräch mit Rechtsanwälten verbracht, um dieses doch noch in letzter Minute zu verhindern. Doch 1&1 und auch die Deutsche Telekom haben sich auf stur gestellt und keinen meiner Wünsche (z.B. Rufumleitung von der alten auf die neue Nummer) erfüllt. Gleichzeitig haben sie sämtliche Fehler, die die beiden Unternehmen gemacht haben, mit einem Schulterzucken weggewischt („Irren ist menschlich“). Es war mal wieder typisch Deutschland. Servicewüste.

in memoriam Helmut Schmidt

schmidt

Sommer 1982. Demo im Bonner Hofgarten gegen Helmut Schmidts NATO-Doppelbeschluß. Ich war dabei. Das war eine der wichtigsten Stationen zu Beginn meines „politischen Lebens“, und dieses „Erlebnis“ habe ich letztlich Helmut Schmidt zu verdanken. 5 Uhr Abfahrt des Busses, damit wir rechtzeitig in Bonn waren. Total anstrengender Tag, letztlich vergeblich. Die Pershings und Cruise Missiles kamen trotzdem, und ich bin heute noch traurig, daß wir es nicht geschafft haben, uns gegen Helmut Schmidt und seine Kumpels in den USA durchzusetzen.

Ein schöner Kommentar heute in der „Tagesschau“: Helmut Schmidt wurde von uns allen in der SPD respektiert. Geliebt aber wurde Willy Brandt.