Zentraler Omnibusbahnhof

Bin gestern mal wieder mit dem Fernbus nach Köln gefahren. Köln ist eigentlich die einzige Stadt in Deutschland, in der die Busse nicht am Hauptbahnhof halten. Deswegen bin ich schon in Duisburg aus dem Fernbus ausgestiegen, und von dort per Intercity nach Köln weitergefahren. Dadurch habe ich etwa 2 Stunden Zeit gespart, zum Preis von gerade mal 8,50€

Touch&Travel Duisburg-Köln
Touch&Travel Duisburg-Köln

Stimmt übrigens nicht. In Berlin halten die Fernbusse auch nicht am Hauptbahnhof. Sondern am ZOB, und der liegt bekanntlich am Funkturm. Aber das ist ein Sonderfall. Sonst ist der ZOB immer am Hauptbahnhof.

In Köln ist der ZOB auch am Hauptbahnhof. Nur halten die Fernbusse dort nicht mehr. Obwohl „ZOB“ Zentraler Omnibusbahnhof heißt. Aber das stört die Kölner nicht, daß der so heißt. Deswegen müssen ja dort keine Busse halten.

Autoteilen in Köln im Sommer 2016

Über neue Entwicklungen im CarSharing berichtete die Rhein-Schiene in der Ausgabe 54 vom Winter 2014/2015. Dabei wurde das klassische CarSharing (in Köln cambio, früher bekannt als StattAuto) dem neuen Free-Floating CarSharing (car2go, DriveNow) gegenübergestellt und Unterschiede in Preis, Nutzergruppen, individuellem Verhalten und Umweltauswirkungen herausgearbeitet.

Ich habe in den 18 Monaten seit Erscheinen der Rhein-Schiene 54 weiterhin alle drei CarSharing Anbieter genutzt, da ich als Großstadtbewohner natürlich kein eigenes Auto besitze, auf dessen Komfort aber dennoch manchmal nicht verzichten will.

Seit einiger Zeit bieten zwei der drei Anbieter (cambio und DriveNow) auch Elektrofahrzeuge an. Sie sind brandneu, bequem und nach einer kleinen Eingewöhnungsphase kaum anders zu fahren als andere Autos auch. Allerdings müssen die cambio-Autos natürlich nach wie vor nach jeder Ausleihe an die Station zurückgebracht und dort wieder mit dem Aufladekabel verbunden werden. Das ist relativ umständlich, denn man braucht nicht weniger als drei Medien: die cambio-Karte zum Starten der Miete, den Autoschlüssel zum Entsperren der Kabelverriegelung am Auto und dann noch die Ladestationskarte, um dort das Kabel ein- und auszustecken. Besonders ärgerlich ist, daß man auch nach einer kurzen Fahrt, wenn der Akku des Autos noch zu 99,5% voll ist, gezwungen wird, das Ladekabel bei der Rückgabe wieder anzuschließen, was einige Minuten in Anspruch nimmt und bei Regenwetter mitunter sehr unangenehm sein kann.

Im Unterschied dazu können die i3-BMWs von DriveNow, wie beim FreeFloating CarSharing üblich, stets an jedem Ort abgestellt werden. Ein Anschließen des Ladekabels ist nicht erforderlich. Der Nachteil ist dann natürlich, daß es schon ab und zu mal Herzklopfen verursacht, wenn man ein solches Elektroauto gebucht hat, dann einsteigt und merkt, daß der Akkustand nur noch 10% beträgt. Das reicht nur noch für etwa 10 km – schaffe ich es damit überhaupt zum Hauptbahnhof, oder bleibt das Auto unterwegs stehen und dann ist mein Zug weg?

Eine Besonderheit gibt es bei car2go: das Unternehmen war bisher zweigleisig gefahren und bot sowohl FreeFloating CarSharing mit den kleinen blau-weißen Smarts als auch stationsbasiertes CarSharing mit schwarzen B-Klasse Mercedes an. Ab Juni 2016 wird car2go letzteres nun aufgeben und die Mercedes Autos dem FreeFloating-System anschließen, so daß man dort dann, wie bisher schon bei DriveNow mit den BMWs und Minis, zwei verschiedene Fahrzeuggrößen zur Auswahl haben wird, die man (fast) überall in Köln abstellen kann.

Aus meiner Sicht hat car2go hier den Trend der Zeit erkannt. Das stationsbasierte CarSharing ist ein Auslaufmodell. Einwegfahrten mit dem CarSharing Auto sind praktischer, und auch ökologischer, da die Rückfahrt per Pkw oft entfällt und dadurch weniger Pkws durch Köln fahren. Auch müssen beim stationären CarSharing stets Parkplätze vorgehalten werden, die leerstehen, wenn das Auto ausgeliehen ist.

cambio

Dazu kommt, daß cambio (bis auf wenige Renault ZE Elektrofahrzeuge) nur Diesel-Pkw im Angebot hat, und deren Nutzung kann ich – in der Folge von Dieselgate – nicht mehr mit meinem Gewissen verantworten. Hoffen wir also, daß auch cambio als Pionier des CarSharing in Köln diesen Trend erkennt und ein innovatives, neues Autoverleihsystem entwickeln wird.

Stolpersteine

Bilder wie dieses aus Braunschweig zeigen, daß Stolpersteine ein ziemlich hilfloser Versuch sind, Geschichtsunterricht zu betreiben.

Die deutsche Vergangenheit ist auch 71 Jahre nach Hitler nicht aufgearbeitet. Und die deutsche Gesellschaft braucht dafür mehr Mut. Es reicht nicht aus, einfach einen Gunter Demnig vorzuschicken, und sich ansonsten auf die „Gnade der späten Geburt“ zurückzuziehen.

Stolpersteine
Gunter Demnig

Schlechte Verlierer

Das Bundesverfassungsgericht hat das BKA-Gesetz gestern für teilweise verfassungswidrig erklärt.

Wenn ich die Namen der Kläger schon lese.

– Burkhard Hirsch
– Hans-Christian Ströbele
– Konstantin von Kotz
– Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

usw

Das sind alles Politiker aus Parteien, die früher viel Macht hatten, jetzt aber vom Wähler abgestraft wurden. Sie sind aber schlechte Verlierer und ziehen jetzt mit ihren obskuren Vorstellungen dauernd vors Bundesverfassungsgericht.

Merken die nicht endlich, daß sie eine kleine, unbedeutende Minderheit sind? Die Mehrheit der Deutschen will sicher leben, und ist eindeutig für ein starkes BKA.

Schön, wenn das Bundesverfassungsgericht die ewigen Loser tröstet. Wenn sie Anstand hätten, würden sie ihre Niederlagen aber endlich mal eingestehen und still sein.

WhatsApp verschlüsselt die Kommunikation

Seit gestern ist es also wohl amtlich: die Chats bei WhatsApp werden in der Regel verschlüsselt.

whatsapp

Damit wird die Privatsphäre noch mehr betont, die staatliche Kontrolle ausgehöhlt und der Terrorismus unterstützt. Jeder kann jetzt auch mit WhatsApp, das nach eigenen Angaben von 1 Milliarde Menschen weltweit genutzt wird, sicher privat kommunizieren. Und das in einer Zeit, in der Terroranschläge weltweit zunehmen und staatliche Kontrolle dringend gebraucht wird, um die Welt für uns alle sicherer zu machen.

Ich warte noch ein paar Wochen ab, dann melde ich mich schweren Herzens von WhatsApp ab. Auch wenn es viele Kontakte gibt, die ich in den letzten Monaten fast ausschließlich über WhatsApp erreicht habe. Das ist schade. Aber einen solchen Dienst weiter zu nutzen, kann ich mit meinem Gewissen nicht verantworten.

Tschüß Daniel Zimmer

Der Chef der Monopolkommission, Daniel Zimmer, ist als Reaktion auf die Ministererlaubnis von Sigmar Gabriel zur Übernahme von Kaisers/Tengelmann durch EDEKA zurückgetreten.

Tschüß Herr Zimmer. Die Karawane zieht weiter. Ich bin stolz auf Sigmar Gabriel, daß er sich über diese Berufsbedenkenträger hinwegsetzt, und den Ruf der SPD als Vertreter der Arbeitnehmerrechte hochhält.

EDEKA Tengelmann

Eine Klage von REWE gegen die Ministererlaubnis ist eine Frechheit. Ich habe aus Protest bereits gestern bei EDEKA und nicht wie sonst bei REWE eingekauft und werde das auch in Zukunft häufiger tun. REWE ist ein Moloch; die Stimmung in den Läden dort ist oft schlecht. Mitarbeiter werden bei EDEKA meiner Erfahrung nach viel besser behandelt.

Dumm wie Brot

Lese gerade in der Zeitung, daß diese Schule in Haltern am See, von denen 16 Schüler und zwei Lehrer letztes Jahr beim Absturz der Germanwings-Maschine getötet wurden, dieses Jahr schon wieder Schüler zum Austausch nach Barcelona schickt, und sie fliegen wieder mit Germanwings. Manche Leute sind dumm wie Brot. Die lernen nichts aus ihren Fehlern.

Wenn mein Sohn an dieser Schule wäre, würde ich den Schuldirektor Ulrich Wessel verklagen. Es gibt gute Bahnverbindungen nach Barcelona. Nichts, aber auch gar nichts spricht dafür, schon wieder zu fliegen, noch dazu mit Germanwings.

Hier einige Gedanken zum Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März 2015