Eishockey WM in Köln

Drei Wochen im Mai findet die Eishockey Weltmeisterschaft in Köln statt. Nachdem ich zunächst zweimal zwei russische Gäste in meiner Wohnung hatte, ist heute ein Finne eingezogen. Morgen spielt dann im ersten Viertel Finale in der Lanxess Arena Kanada gegen Finnland, und deswegen ist er heute aus Hamburg angereist.
Das ist mal wieder eine völlig neue Art von Gastgeben. Die meisten Gäste buchen nach wie vor über Airbnb, aber auch Homestay und Wimdu sind nach wie vor gute Vermittler für Gäste in meiner Wohnung.

Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen

Am gestrigen Sonntag war also die Landtagswahl in NRW. Im Unterschied zu früheren Wahlen war ich diesmal nicht als Wahlhelfer im Wahllokal aktiv, der die Wähler dort begrüßt und dann von 18 bis 20 Uhr die Stimmen auszählt, und als Gegenleistung ein Erfrischungsgeld erhält. Stattdessen war ich für die „Forschungsgruppe Wahlen“ im Auftrag des ZDF tätig, und habe Wähler nach Verlassen des Wahllokals befragt – ein Exit Poll eben.

Forschungsgruppe Wahlen - NRW

Da ich glücklicherweise ein car2go-Mietauto vor meiner Haustür fand, konnte ich mit diesem schnell nach Kalk fahren, und dort in die Straßenbahn nach Köln-Brück umsteigen. So war ich früher als erwartet, schon um 7:30 Uhr, im Wahllokal, einer Grundschule. Der Hausmeister begrüßte mich freundlich und brachte auch zwei Stühle vorbei, die ich vor dem Wahlraum aufstellte. Kurz danach kam auch mein Kollege, Björn, mit dem ich mir an diesem Tag 10 Stunden lang die Arbeit teilen sollte.

Björn hatte schon viele Jahre Erfahrung mit Wählerbefragungen für die „Forschungsgruppe Wahlen“, was mich als Anfänger sehr beruhigte. Aber ich war ja auch am Samstag bei der Schulung gewesen, und so konnte eigentlich nicht viel schief gehen.

10 Stunden lang stürzten wir uns nun also auf die Wähler, die das Klassenzimmer verließen. Das war nicht ganz einfach, sie zu überrumpeln, und manchmal war es anstrengend. Aber in der Regel waren die Wähler viel kooperativer, als ich mir das vorgestellt hatte. Etwa 90% der Angesprochenen – wir hatten nur jeden zweiten Wähler zu befragen – machten mit.

Alle paar Stunden leerte dann einer von uns beiden die „Urne“ und übermittelte das Ergebnis telefonisch nach Mannheim. Außer der Frage nach der Partei, die gerade gewählt worden war, gab es auf dem Fragebogen auch Zusatzfragen nach Konfession, Häufigkeit des Kirchenbesuchs sowie Alter und Geschlecht. Alles in allem waren die Zusammenhänge, die man dabei lernte, schon spannend. Fast alle evangelischen Wähler hatten SPD gewählt, und fast alle katholischen Wähler waren CDU-Anhänger. Eine so enge Korrelation zwischen Konfession und parteipolitischer Präferenz hätte ich nun doch nicht erwartet, aber sie war eindeutig festzustellen.

Kontaktlos bezahlt

Seit ein paar Wochen besitze ich endlich eine VISA-Karte zum kontaktlosen Bezahlen. Beim ersten Versuch, diese einzusetzen, hat das noch nicht geklappt, weil sie erst noch aktiviert werden mußte. Auch beim zweiten Versuch klappte es nicht wirklich, weil der Verkäufer das System noch nicht kannte und mich auf dem Beleg unterschreiben ließ, obwohl das bei einem Betrag unter 50€ eigentlich nicht mehr nötig wäre.

Aber heute hat es endlich geklappt. Bei Netto in Köln-Nippes habe ich erstmals meine Lebensmittel kontaktlos mit meiner VISA-Karte bezahlt, ohne PIN und ohne Unterschrift. Einfach Karte dranhalten, fertig.

WhatsApp darf nicht an Schulen eingesetzt werden

Wie Lars Sobiraj in seinem Blog berichtet, geht es im Jahresbericht 2016 der Berliner Datenschutzbeauftragten um den Einsatz einer WhatsApp-Gruppe an Berliner Schulen.

Ein Klassenlehrer eröffnete die Gruppe mit den Handynummern aller Schülerinnen und Schüler. Die Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk kritisiert das.

Und was ist daran eine Nachricht? Soweit ich weiß, gibt es eigentlich in fast jeder Klasse in Deutschland eine solche WhatsApp-Gruppe.

Man kann das durchaus kritisch sehen. Aber dann soll Frau Smoltczyk auch sagen, welche Alternative es gibt.

Der Einsatz von sozialen Medien wie „WhatsApp“ zur dienstlichen Kommunikation von Lehrkräften mit Dritten (z. B. Schülerinnen und Schülern, Eltern) ist rechtswidrig, behauptet Maja Smoltczyk.

Das ist schön. Aber dennoch wird das halt überall gemacht, weil es praktisch ist.

Merke: nicht alles, was rechtswidrig ist, verschwindet.

Im Grandhotel in Wien

Die letzten 4 Tage war ich im Grandhotel Grand Ferdinand in Wien. Es war schön, mal wieder den Luxus eines Fünf-Sterne-Hotels zu genießen, anläßlich meines Besuchs der jährlich stattfindenden DomainPulse.

Das Grand Ferdinand bietet nicht nur noble Hotelzimmer und Suiten für mehrere hundert Euro pro Nacht an, sondern seit seiner Eröffnung vor zwei Jahren auch einen Schlafsaal über Airbnb. Diesen hatte ich gebucht. Ich habe zwar regelmäßig und gerne Gäste über Airbnb, aber selbst übernachte ich eigentlich höchst ungern über Airbnb in einer fremden Wohnung. Hier habe ich eine Ausnahme gemacht, weil es ja keine Wohnung, sondern ein Hotel war, das man bucht.

Grand Ferdinand Vienna

Der Preis von 30 € / Nacht (plus Airbnb-Gebühren und Citytax) ist natürlich unschlagbar günstig für ein Hotel dieser Kategorie. Inbegriffen sind die üblichen Leistungen wie Rezeption und ein sehr freundlicher, schneller Zimmerservice, aber auch das hoteleigne Pool auf der Dachterasse mit Blick über Wien. Das ich allerdings, aufgrund der Jahreszeit (Februar), und da es ein Außenpool ist, dann doch nicht nutzte. Frühstück kostet extra.

Der Schlafsaal im Grand Ferdinand besteht aus 4 Stockbetten, bietet also für 8 Personen Platz. In den ersten drei Nächten waren allerdings außer mir nur zwei weitere Gäste dort, so daß es sehr ruhig blieb. In der letzten Nacht war es voller, da Wochenende ist. Die Gäste sind überwiegend asiatische Frauen, mit denen ich das Zimmer teilte.

Die Hotelbranche stöhnt weltweit unter der Konkurrenz durch Airbnb, und das Grand Ferdinand geht das „Problem“ auf eigene Weise an, indem sie nicht Airbnb bekämpfen, sondern selbst zur Werbung nutzen. Es wird interessant sein, zu beobachten, ob sich das auszahlt, und wie andere Hotels und „normale Airbnb-Gastgeber“ darauf reagieren.

Meine eigene Wohnung konnte ich übrigens für die Zeit des Aufenthalts in Wien über Airbnb und Wimdu vermieten und habe dadurch mehr eingenommen, als mich der Aufenthalt im *****-Hotel unterm Strich gekostet hat.