sju frågor

1. Hur gammal känner du dig idag?
Jag känner mig 51 år idag.

2. Var vil du gärna vara nu?
Just här i detta rum.

3. Vilka godis tyckte du om när du var ung, och vilka tycker du om nuförtiden?
Ahlgrens bilar förr.
Men just nu har jag dåliga tänder och skulle inte längre äter godis.

4. Har du lärt dig något förra veckan?
I måndags mötte jag en vän some förklarade om hur Amazon kreditkortet fungerar.

5. Hur ser en perfekt dag ut för dig?
Att cykla med en vän, eller åka skidor på vintern.

6. Har du någonting kvar från tiden när du var liten?
Min leksakselefant som jag fick när jag var nio år.

7. Finns det människor som du beundrar?
Om någon säger „förlåt“ och menar det på allvar.

© Marina Pertsjonok, Schwedisch – Oberstufe, VHS Köln

Sicherheit auf der dmexco

Über 50.000 Besucher waren dieses Jahr auf der dmexco, der Leitmesse für Digitalmarketing, Mitte September im schönen Köln. Auch ich entschied mich, am 15. September nachmittags noch ein paar Stunden über die Messe zu schlendern und einige Gespräche zu führen.

dmexco Köln

Doch dieses Jahr war alles anders. Im Zuge der allgemeinen Angst vor Terror waren große weiße Zelte vor dem Eingang Nord der Kölnmesse (koelnmesse) aufgebaut, und ein paar Dutzend Leute führten Taschenkontrollen durch. Schließlich wollte man vermeiden, daß ein Salafist eine Bombe einschmuggelt und ein paar hundert Menschen in die Luft sprengt.

Ich hatte aber keine Lust auf Taschenkontrollen, weil ich am Nachmittag des zweiten und letzten Messetags eh ziemlich spät dran war. Deshalb ging ich einfach, mit prall gefülltem Rucksack, an den Sicherheitskontrollen vorbei. Wieso auch nicht? Keiner hat mich aufgehalten. Es war auch ziemlich heiß an diesem Nachmittag.

Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten

So schreibt es mir meine Bank heute:

Die Digitalisierung ist nicht mehr aufzuhalten. Viele Lebens- und Arbeitsbereiche sind davon betroffen. Bei aller Euphorie für die Gestaltung der Zukunft sollten Sie aber die Datensicherheit in Ihrem Unternehmen nicht vergessen. Cyberrisiken lauern an vielen Stellen. Neben technischen Schutzmaßnahmen ist auch der Abschluss einer Cyber-Versicherung zu empfehlen. Sie vervollständigt die klassische Betriebshaftpflichtversicherung. Hier erfahren Sie mehr.

Und so würde ich den gleichen Sachverhalt formulieren:

Das analoge Zeitalter ist vorbei. Die Digitalisierung ermöglicht einen Zugewinn an Produktivität und Lebensfreude. Privat und im Beruf können wir schneller und produktiver leben und langweilige Routinearbeiten abschaffen. Um dabei die Datensicherheit nicht zu vergessen, sollten technische Schutzmaßnahmen und auch eine Versicherung in Erwägung gezogen werden. Das ermöglicht Ihnen, die Chancen der Digitalisierung beherzter anzugehen und davon unbesorgt zu profitieren. Hier erfahren Sie mehr.

Erkennen Sie den Unterschied? Für meine Bank ist das Internet wohl vor allem Neuland und Risiko. Das macht mich alles irgendwie traurig.

Sündige tapfer

Steh dazu, daß Du Fehler machst. Das weißt Du. Du wirst es nicht verhindern. Alles andere führt in eine Bigotterie hinein.

Man nimmt Risiken in Kauf. Man traut sich was. Das ist gut christlich. Christen wissen sich geliebt, und die Liebe treibt die Angst aus. Wenn ich weiß, daß Gott eh auf meiner Seite ist, dann kann ich auch stückweise Angst verlieren.

Wenn ich keinen Gott habe, sondern nur noch Regeln, dann werde ich an den Regeln katastrophal scheitern. Weil niemand mehr zugeben kann, daß er einen Fehler gemacht hat.

Und deswegen trau ich mich was.

Martin Luther, ausgelegt von Hans Spiegl

BahnCard Rabatt

Seit vielen Jahren wird von allen möglichen Organisationen bemängelt, daß die Deutsche Bahn Kunden mit der BahnCard25 25% Rabatt auf die Sparpreise gibt, Kunden mit der BahnCard50 diesen Rabatt auf Sparpreise jedoch nicht gewährt. Die Deutsche Bahn hatte diese Strategie stets beibehalten, was ihr gutes Recht war.

In der Folge kaufte ich mir – zusätzlich zum bestehenden BahnCard50-Abo – am 24.05.2016 eine BahnCard25, um in den Genuß des Rabatts bei immer häufigeren Sparpreisen zu kommen. Die BC50 habe ich natürlich trotzdem behalten. Und nun ändert die Bahn zum 1. August 2016, also gerade mal 2 Monate nach meinem Kauf, Ihre langjährige Strategie und gewährt zusätzlich eben diesen Rabatt auf Sparpreise auch für mich als BahnCard50-Kunde.

BahnCard 50 Sparpreis

Das hat zur Folge, daß meine neue BahnCard25 jetzt natürlich völlig überflüssig ist. Wieso um alles in der Welt benimmt sich die DB so kopflos und ändert Ihre Rabattstrategie so überstürzt? Es hätte doch völlig ausgereicht, den zusätzlichen Rabatt für BC50-Kunden zum Januar nächsten Jahres anzukündigen, statt ihn völlig überhastet ab sofort einzuführen. Der Kauf der BC25 für immerhin 62 Euro hat sich für mich überhaupt nicht gelohnt.

Unister Chef Thomas Wagner ist tot

Ich frage mich, ob Thomas Wagners tragischer Tod nicht in Wirklichkeit ein Suizid war, weil er mit Unister gescheitert ist und die Schmach, in Deutschland, nicht zu ertragen wagte.

„Konstruktiv mit Fehlern umgehen lernen“ müssen nicht nur wir, wenn wir gescheitert sind, sondern auch unsere Mitmenschen. Es ist leider immer noch so, daß Fehler in Deutschland zu wenig „Vergebung“ hervorrufen. Wer einmal als Start-Up Unternehmer gescheitert ist, erhält in Deutschland zu selten eine zweite Chance.

What’s in a name?

In most countries, Yahoo! was a stupid name for what tried to be a serious company. Whatever Marissa Mayer did right or wrong, not changing that name to something less American was the most serious mistake to make.

Marissa Mayer

This had been going on for years. Yahoo! was simply the best, most professionally managed and most trustworthy internet service you could imagine. However, the silly sounding name destroyed it all.

Tagebuch eines Pfarrers

Der Titel dieses Blogs ist entlehnt dem Tagebuch eines Pfarrers von Hans Spiegl aus Österreich. Normalerweise haben meine Beiträge mehr mit meinem eigenen Leben zu tun, und ich bin nun mal kein Pfarrer, sondern Informatiker. Aber manchmal sind die Grenzen zwischen den beiden Berufen fließend. Das hier ist so ein Fall.

Variomedia Domainangebot
Nachdem ich nun schon seit über 10 Jahren Reseller von Domains bin, also Internetadressen (Domains) „beim Großhandel“ einkaufe und an Endkunden weiterverkaufe, ist es jetzt erstmals passiert: wie ich vor einer Woche erfuhr, ist einer meiner Kunden Anfang des Jahres überraschend verstorben.

Da der Kunde ganz in meiner Nähe wohnte, ging ich am Freitag abend dort vorbei, um die fällige Rechnung in den Briefkasten zu werfen und die Briefmarke zu sparen. Doch der Briefkasten war innen im Treppenhaus, und auf mein Läuten machte der Kunde nicht auf. Also klingelte ich bei der Nachbarin, damit sie mich zur Briefkastenanlage reinläßt und ich die Rechnung dort einwerfen kann. Doch der Briefkasten war zugeklebt und mit der Aufschrift „verstorben“ versehen.

Ich war schockiert. Doch schnell kam ich ins Gespräch mit der Nachbarin, und ich sagte zunächst nur, daß ich einen Brief habe, der eigentlich in eben diesen zugeklebten Briefkasten sollte. Das war nun keine besonders spannende Information, doch die Nachbarin war dennoch nett zu mir und wir redeten noch etwas an der Türschwelle weiter.

Bald stellte sich heraus, daß sie Mitglied der Nathanaelgemeinde ist. Dort bin ich Presbyter und Finanzkirchmeister, sagte ich, und das waren für sie wohl Schlüsselworte. Einen Briefträger hätte sie an dieser Stelle wohl weggeschickt, doch als Mitglied des Presbyteriums war ich offensichtlich auf einer anderen sozialen Stufe. Sie bat mich, einen immerhin wildfremden Menschen, kurzerhand in ihre Wohnung.

Im Verlauf des Gesprächs wurde klar, daß mein Kunde keines natürlichen Todes gestorben war. Er hatte wohl im Januar seine Mutter verloren, außerdem war er, wie ich wußte, seit zwei Jahren geschieden und hatte große Sorgen um sein behindertes Kind. Er hatte versucht, eine neue Freundin zu finden, und gleichzeitig beruflich „auf den Beinen zu bleiben“, doch im Alter von 61 Jahren hatte ihn die Gesamtsituation wohl überfordert.

Im Lauf der Zeit wandelte sich meine Rolle, auf dem Sofa dieser fremden Frau, immer mehr von der eines „Briefträgers“ zu der eines Seelsorgers. Ich erfuhr immer mehr, nicht nur aus dem Leben meines verstorbenen Kunden, sondern auch aus der variantenreichen Vergangenheit meiner Gesprächspartnerin selbst. Auch sie war wohl, einige Monate nach dem Tod ihres Nachbarn, immer noch geschockt, und ich hatte das Gefühl, das Gespräch mit mir hat auch ihr geholfen, die Erlebnisse zu verarbeiten.

Deswegen heißt dieser Beitrag heute „Tagebuch eines Pfarrers“. Wie ich finde, zu Recht.