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Abenteuer Ethik Transport & Verkehr

Dumm wie Brot

Lese gerade in der Zeitung, daß diese Schule in Haltern am See, von denen 16 Schüler und zwei Lehrer letztes Jahr beim Absturz der Germanwings-Maschine getötet wurden, dieses Jahr schon wieder Schüler zum Austausch nach Barcelona schickt, und sie fliegen wieder mit Germanwings. Manche Leute sind dumm wie Brot. Die lernen nichts aus ihren Fehlern.

Wenn mein Sohn an dieser Schule wäre, würde ich den Schuldirektor Ulrich Wessel verklagen. Es gibt gute Bahnverbindungen nach Barcelona. Nichts, aber auch gar nichts spricht dafür, schon wieder zu fliegen, noch dazu mit Germanwings.

Hier einige Gedanken zum Absturz der Germanwings-Maschine am 24. März 2015

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Ethik Humor

Valentinstag

Das menschliche Gehirn ist ein faszinierendes Organ. Es arbeitet unaufhörlich, 24 Stunden am Tag, auch wenn Du schläfst. Vom Tag Deiner Geburt an bis zu dem Moment, in dem Du Dich verliebst …

Nachtrag zum gestrigen Valentinstag

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Ethik Facebook Jura Politik

Der tote Flüchtling am Lageso, den es nie gab

Wir Menschen sind nicht deshalb Menschen, weil wir nobel, edel und gut sein können. Also weil wir zum Beispiel Flüchtlingen helfen. Solche Verhaltensweisen haben auch z.B. Tiermütter gegenüber ihren Jungen.

Wir sind auch nicht deshalb Menschen, weil wir Krieg führen können, andere Menschen verletzen, quälen und töten. Solches kann auch durch Naturkatastrophen oder technisches Versagen geschehen.

Sondern wir sind vor allem Menschen, weil wir Phantasie haben, uns Geschichten ausdenken können, die Realität dadurch überhöhen und andere zum Nachdenken anregen. So wie Dirk Voltz am LaGeSo. Er ist ein Mensch. Und das ist gut so.

Flüchtling Lageso

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Abenteuer Ethik

Wechsel des Mobilfunkanbieters

Ich war gewarnt, und ich hatte mit dem Schlimmsten gerechnet. Und es kam schlimmer.

Nachdem ich vor etwa zwei Wochen einen Vertrag mit 1&1 abgeschlossen hatte, um künftig endlich den Einzelverbindungsnachweis für die von mir geführten Gespräche zu erhalten, und außerdem etwas Geld zu sparen beim mobil telefonieren, wurde meine Rufnummer heute von 1&1 übernommen. Ohne, daß ich eine SIM-Karte von denen erhalten habe.

Telefon kaputt

In der Folge

– bin ich jetzt nicht mehr unter meiner seit 15 Jahren bekannten Nummer mobil zu erreichen, stattdessen unter der Ersatznummer 0151 15909561. Eine Rufumleitung von der alten auf die neue Nummer lehnt 1&1 ab.

– kann ich jetzt zwar WhatsApp noch nutzen, aber nur sehr eingeschränkt

– kann ich kein Online-Banking mehr machen und alle anderen Dienste, bei denen man eine SMS zur Bestätigung erhält

– erhalte ich keine SMS mehr von Freunden

– erhalte ich keine SMS mehr mit Bestätigung beim CarSharing-Auto buchen

– erhalte ich auch keine Zimmerbuchungen mehr per SMS. Das kostet mich vielleicht richtig viel Geld an entgangenen Einnahmen.

Ich habe in den letzten Tagen viele, viele Stunden am Telefon mit der Kundenhotline von 1&1, der Kundenhotline der Deutschen Telekom und im Gespräch mit Rechtsanwälten verbracht, um dieses doch noch in letzter Minute zu verhindern. Doch 1&1 und auch die Deutsche Telekom haben sich auf stur gestellt und keinen meiner Wünsche (z.B. Rufumleitung von der alten auf die neue Nummer) erfüllt. Gleichzeitig haben sie sämtliche Fehler, die die beiden Unternehmen gemacht haben, mit einem Schulterzucken weggewischt („Irren ist menschlich“). Es war mal wieder typisch Deutschland. Servicewüste.

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Ethik Geschichte Politik

Dschihad am Hauptbahnhof in München

In der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ vom 2. Januar schreibt Nikolas Busse auf Seite 1 einen Kommentar unter der Überschrift „Auf Nummer Sicher“ zur Terrorwarnung in der Silvesternacht am Münchner Hauptbahnhof. Er versteigt sich dabei zu Aussagen, die an Dreistigkeit kaum zu überbieten sind.

Die Freiheit der Presse ist ein hohes Gut in Deutschland (Artikel 5 Grundgesetz). Aber sie muß verantwortungsvoll genutzt werden. Das macht der Schreiberling der F.A.Z. in diesem Leitartikel nicht. Er ist anmaßend und verbreitet zugleich Angst und Schrecken, was überhaupt nicht gerechtfertigt ist. Wieso versuche ich seit vielen Wochen, viele meiner Freunde und Bekannten angesichts ihrer Angst vor Terroranschlägen zu beruhigen, und dann fällt mir der Kommentator der F.A.Z. so völlig in den Rücken? Ich bin außer mir vor Wut.

Nikolas Busse ist ein arroganter Aufschneider, der sich einfach nur still in die Ecke setzen und sich schämen sollte.

Im Einzelnen schreibt er:

1. „Eine ernste Anschlagsgefahr gibt es in Deutschland nicht erst seit den Attentaten von Paris.“

Das ist grotesk. Erstens gab es in Deutschland überhaupt noch nie eine ernste Anschlagsgefahr, und zweitens wird mit dieser Formulierung impliziert „Auch wir Deutschen sind Paris“. Das ist falsch, und anmaßend. Weil wir Deutschen nichts, aber auch gar nichts gegen den IS unternehmen, sollten wir uns im Vergleich zu den Franzosen schämen, und uns nicht mit ihnen gleichsetzen, indem wir behaupten, es gäbe hierzulande eine Anschlagsgefahr.

2. „Unser Land ist ein leuchtendes Aushängeschild der freien Welt …“

Lachhaft. Unser Land besteht aus Hasenfüßen, die nur Stofftiere an Flüchtlingskinder verteilen können, und denken, damit wären die Probleme der Welt gelöst. Nichts Aushängeschild.

3. „… welche die Dschihadisten zerstören wollen …“

Kein Dschihadist käme auf die Idee, Deutschland zu zerstören. Erstens ist Deutschland ein 1A-Rückzugsort für Dschihadisten, weil wir, im Unterschied zu Frankreich und England und USA, mangels Vorratsdatenspeicherung und mit der NSA oder dem GCHQ vergleichbarem Geheimdienst nicht in der Lage sind, diese zu finden und zu bekämpfen. Und außerdem geben wir denen noch Sozialhilfe und die können in Ruhe hier ihre Anschläge in Paris und anderswo vorbereiten, ohne sich um das täglich Brot kümmern zu müssen. Die sind doch nicht so dumm, die Hand zu beissen, die sie ernährt.

4. „… und es ist seit langem am Kampf gegen ihr Unwesen beteiligt.“

In Afghanistan hat sich die Bundeswehr immer schon nur die ruhigsten Provinzen ausgesucht. In Syrien kämpft die Bundeswehr auch nicht, sondern macht nur Aufklärungsflüge. Die Behauptung ist auch wieder anmaßend. Wenn sich Deutschland engagiert, dann nur so, daß das Risiko für unsere eigenen Soldaten möglichst gering ist. Im Unterschied zu Frankreich und anderen, die wirklich gegen den IS kämpfen.

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Ethik Fussball

Fußball

Es gibt Leute, die denken, Fußball sei eine Frage von Leben und Tod. Ich mag diese Einstellung nicht. Ich kann Ihnen versichern, daß es noch sehr viel ernster ist.

Bill Shankly, Trainer des FC Liverpool

Bild vom Spiel Hertha BSC Berlin gegen TSG Hoffenheim, 22.11.2015
Bild vom Spiel Hertha BSC Berlin gegen TSG Hoffenheim, 22.11.2015
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Ethik Facebook Francais Geschichte

Die Trikolore als Hintergrund im Facebook-Profilbild

Was ich interessant finde: alle Politiker, die ich kenne, und denen ich auf Facebook folge, z.B. Sigmar Gabriel und Hannelore Kraft, Angela Merkel und Ilse Aigner, haben ihr Facebook-Profilbild nicht in den französischen Farben eingefärbt. Gut, der Hauptgrund dafür wird sein, dass ihre Accounts nicht von ihnen selbst gepflegt werden und die jeweiligen Teams, die das im Namen der Politiker machen, haben keine Berechtigung, das Bild zu ändern. Aber das Ergebnis finde ich dennoch gut.

Solidarität ist etwas für Gefühlsmenschen. Die Anschläge in Paris haben bei vielen Menschen heftige Gefühle ausgelöst, und das sind die Menschen, die daraufhin ihr Facebook-Bild verändert haben. Ich habe auch oft heftige Gefühle, aber das ist bei privaten Dingen wie Freundin oder Familie, bei Dingen, die mir nah gehen.

Aber für mich ist die Antwort auf den Anschlag von Paris nicht mit Gefühlen verbunden und auch nicht mit Empathie. Ich will jetzt keine Empathie bekunden. Es muß jetzt rational und völlig emotionslos überlegt werden, wie es weitergeht. Und deshalb färbe ich mein Facebook-Profilbild nicht in blau-weiss-rot.

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Abenteuer Ethik Geschichte Politik

in memoriam Helmut Schmidt

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Sommer 1982. Demo im Bonner Hofgarten gegen Helmut Schmidts NATO-Doppelbeschluß. Ich war dabei. Das war eine der wichtigsten Stationen zu Beginn meines „politischen Lebens“, und dieses „Erlebnis“ habe ich letztlich Helmut Schmidt zu verdanken. 5 Uhr Abfahrt des Busses, damit wir rechtzeitig in Bonn waren. Total anstrengender Tag, letztlich vergeblich. Die Pershings und Cruise Missiles kamen trotzdem, und ich bin heute noch traurig, daß wir es nicht geschafft haben, uns gegen Helmut Schmidt und seine Kumpels in den USA durchzusetzen.

Ein schöner Kommentar heute in der „Tagesschau“: Helmut Schmidt wurde von uns allen in der SPD respektiert. Geliebt aber wurde Willy Brandt.

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Ethik Geschichte Politik

Oberbürgermeisterwahl in Köln am 18. Oktober 2015

Wenn eine Millionenstadt einen Oberbürgermeister wählt, und die aussichtsreichste Kandidatin Henriette Reker – die letztlich mit 52% der Stimmen auch gewählt wird – liegt gleichzeitig nach einem Messerattentat im künstlichen Koma auf der Intensivstation der Uniklinik, merkt man, das etwas nicht stimmt in dieser Gesellschaft.

Der Realitätsverlust ist erschütternd. Es geht nur noch um Symbolik. Die Kölner wählen lieber eine erkrankte Frau, in der Hoffnung, daß diese wieder gesund wird, statt der Realität ins Auge zu sehen und zu begreifen, daß es so nicht weitergehen kann in Deutschland.

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Wahllokal 40206 am Sonntag. Wahlhelfer Svenja und Simon im Gespräch.

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Ethik Internet Jura Politik

Vorratsdatenspeicherung: Netzpolitische Grundsatzentscheidung, die nun endlich kommt

Der Bundestag wird am morgigen Freitag voraussichtlich das umstrittene Gesetz zur Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung beschließen. Dazu sage ich, in Abwandlung einer Presseerklärung von eco Vorstand Politik & Recht Oliver Süme:

„Die Bundesregierung hat hier nach langen Beratungen endlich ein Gesetz auf den Weg gebracht, das ausgewogen ist und sowohl die Sorgen der Bürger als auch die paranoiden Vorstellungen der Gegner berücksichtigt. Bürger müssen keine Beschneidung ihrer Grundfreiheiten ertragen, sondern können endlich wieder damit rechnen, daß der Staat das Demokratiegebot ernst nimmt und ihre Rechte schützt. Die Unternehmen müssen zwar Kosten von geschätzt 600 Mio. Euro tragen, die sie für die Einrichtung entsprechender Speicherinfrastruktur ausgeben werden, aber Demokratie und Rechtsstaat gibt es eben nicht zum Nulltarif. Gleichzeitig ist jetzt schon klar, dass dieses Gesetz aufgrund übertriebener Ängste Einzelner wie schon sein Vorgänger im Jahr 2007 vor dem Bundesverfassungsgericht landen und dort voraussichtlich Bestand haben wird. Es ist unverantwortlich von den Gegnern, jetzt juristische Winkelzüge anzustreben, was wahrscheinlich vermeidbar gewesen wäre, wenn sich die Gegner der VDS sorgfältiger mit den Argumenten der Politik auseinandergesetzt hätten.“