Wie jedes Jahr im Frühsommer ist es auch jetzt mal wieder Zeit für die Steuererklärung. Ich gebe also tagelang alle Belege in den Rechner ein, korrigiere Flüchtigkeitsfehler, ermittle die Kosten und die Umsätze meines Unternehmens und folglich den Gewinn … und gebe alles in ElsterFormular ein.

Heute habe ich dann eine halbe Stunde mit einer netten Beamtin vom Finanzamt telefoniert, die mit mir Zeile für Zeile des Umsatzsteuerformulars durchgegangen ist. Den Fehler habe ich dann gefunden, als ich den Telefonhörer aufgelegt hatte – es war ein Zahlendreher. Statt „39“ hatte ich „93“ eingegeben.

Also wollte ich dann die Umsatzsteuererklärung elektronisch mit ELSTER übermitteln – aber stelle jetzt fest, daß ich die Zertifikatsdatei aus Versehen vor ein paar Wochen gelöscht hatte. Eine neue Datei läßt sich so einfach nicht erstellen – ich muß erst wieder auf einen Bestätigungsbrief des Finanzamtes warten. Der kommt dann vielleicht Ende der Woche an. Dann ist die Umsatzsteuererklärung hoffentlich endlich weg.

Es fehlt dann noch die Gewerbesteuererklärung, dann noch die private Einkommensteuererklärung und irgendwann auch noch die Erklärung der Kulturförderabgabe der Stadt Köln. Ich habe das Gefühl, das alles war früher, bevor es Computer gab und man das alles auf den Papierformularen des Finanzamtes ausfüllte, viel, viel einfacher.